KABÖ-FRAUENWOCHENENDE IN GRAZ
Am
12. und 13. Jänner 2008 kamen 33 Frauen zum KABÖ-Frauenwochenende
nach Graz, um sich mit dem Thema "Armut in Vormarsch! Lücken
im sozialen Netz" auseinander zu setzen.

Maga.
Ingrid Reischl
Maga. Ingrid Reischl von der GPA-DJP Wien informierte
in ihrem Referat über Armutsquoten, Armutsgefährdungsgrenzen,
das Phänomen working poor, über Sozialhilfe- und Arbeitslosensätze.
Sie ging der Frage nach, ob eine bedarfsorientierte Grundsicherung die
Armut in Österreich vermeiden könnte und wie diese Grundsicherung
aussehen müsste. Dazu stellte sie ein von der GPA entwickeltes Modell
pragmatisch und sofort umsetzbar vor. Im direkten Vergleich
legte sie den teilnehmenden Frauen dar, in welchen Bereichen das von der
Regierung geplante Modell dahinter zurückbleibt und somit geringere
Wirksamkeit in der Armutsbekämpfung erwarten lässt.

Hemmschuh Regress beim Weg aus der Armut
Ein wichtiger Punkt neben der
tatsächlichen Höhe (derzeit geplant bei 827,-- Euro, das liegt
leicht unter der Armutsgrenze von 900,-- Euro) und der BezieherInnen-Gruppe
wird sein, ab wann verwertbares Vermögen berücksichtigt wird
(derzeit geplant ab 6 Monate) und inwieweit das umgesetzte Modell Regressforderungen
beinhalten wird (derzeit ist ein Regress auf die Kernfamilie geplant).
In der Diskussion und in den Arbeitsgruppen zeigte sich, wie sehr dieses
Thema die anwesenden Frauen betroffen macht und auch betrifft. An vielen
genannten Beispielen wurde einmal mehr sichtbar, dass ein Mensch erschreckend
schnell in die Armut schlittern kann, beginnend mit Krankheit, Arbeitsplatzverlust
oder Scheidung. Der Weg heraus hingegen ist steinig.
Gemeinsam Veränderung bewirken
Die Frauen der KAB wollen auch in Zukunft auf den Vormarsch von Armut
in Österreich hinweisen, Maßnahmen zur Verringerung der Armut
einfordern und in Vernetzung mit anderen Organisationen
für eine gerechte und ausreichende Existenzsicherung jedes Menschen
eintreten.
Das nächste KABÖ-Frauenwochenende wird in Linz von 10. bis 11.
Jänner 2009 zum Thema prekäre Arbeit stattfinden.




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