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KARDINAL
JOSEPH CARDIJN
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"ICH
MÖCHTE PRIESTER WERDEN" Als junger Priester begann Cardijn mit dem Studium der Soziologie. Er war überzeugt, dass zur Lösung der Probleme der Arbeiter etwas geschehen müsse. Es beschäftigte ihn die Frage: Sind die jungen Menschen, die ins Arbeitsleben eintreten, verurteilt unterdrückt zu sein, verdorben zu werden, und den Glauben zu verlieren? Er
wollte sein Priesterleben ganz in den Dienst der Arbeiter, besonders der
jungen Arbeiter stellen. AUSBREITUNG DER CHRISTLICHEN ARBEITERJUGEND Cardijn schenkte jugendlichen Arbeitern grenzenloses Vertrauen. "Ihr habt eine einmalige Berufung. Wenn Ihr glaubt, könnt Ihr die Welt erobern!" "Ich träume von Laienapostel, die die Arbeiter mit der leidenschaftlichen Liebe des Erlösers lieben, der vor nichts zurückscheut, um sie zu retten." 1919 wurde die christliche "Gewerkschaftsjugend" geboren. SCHWIERIGKEITEN VON ALLEN SEITEN Je
größer der persönliche Einsatz von Cardijn und seiner
Bewegung wurde, desto mehr erlebte man von allen Seiten Widerspruch. Die
offizielle Kirchenjugend vertrat die Meinung: "Eine Organisation
junger Arbeiter zu akzeptieren, heißt einen Virus zuzulassen."
Seit 1924 heißt die Bewegung nun "Christliche Arbeiterjugend".
Papst PiusXI. zu Cardijn, gegen alle Erwartungen: "Ich habe einen besonderen Segen für Sie. ... Was die Organisation der Jugend angeht, ... ich ermutige sie in besonderer Weise.""Jeder Arbeiter hat einen unendlichen Wert. Solange wir nicht alle zu Christus und zur Kirche geführt haben, ist unsere Sendung nicht beendet, könnt Ihr nicht ruhen." KAJ - OFFIZIELLES GRÜNDUNGSDATUM Im April 1925 fand eine große KAJ-Tagung statt. Diese Tagung war das offizielle Grundungsdatum der KAJ. Cardijns Forderung war: die Jungarbeiter müssen sich selbst zuerst ändern, bevor sie andere dazu bewegen. Er
wollte keine Lösung der Arbeiterprobleme von außen, sondern durch die
Arbeit selbst. Mit seiner Methode "Sehen, Urteilen, Handeln"
führte er die jugendlichen Arbeiter zur Entdeckung ihres eigenen Lebens,
dessen Werte, ihrer Probleme und ihrer Bedürfnisse. Cardijn: "Die Pfarre muss missionarisch sein, Quelle einer apostolischen Lebendigkeit, ständig auf der Suche nach einer Bindung ans tägliche Leben." Cardijn: "Das tägliche Arbeitsleben ist eine Berufung!". Cardijn schuf einen neue Spiritualität, völlig verwurzelt in der Berufung zum Laien und zum Arbeiter. DIE AUSBREITUNG DER KAJ UND KAB Innerhalb
von 40 Jahren breitete sich die KAJ und KAB in allen Erdteilen in über
100 Ländern der Welt aus. |
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KARDINAL JOSEPH CARDIJN
Der belgische Arbeiterpriester und spätere Kardinal
Joseph Cardijn (1882-1967) gilt auch als Begründer derKatholischen Arbeiter
Jugend (KAJ) und der KAB in Österreich. Bereits am Beginn des 20. Jahrhunderts
war ihm das Schicksal von jungen ArbeiterInnen ein Anliegen und er gründete
in Belgien die Jungarbeiterbewegung (JOC). Durch mehrere Österreich Besuche,
vor allem aber mit seiner Methode "Sehen - Urteilen - Handeln"
wurde er zur prägenden Gestalt und Impulsgeber der weltweiten Bewegung
für junge Arbeiter/innen in der katholischen Kirche. So kann die Gründungszeit
der KAJ und KAB auch als Cardijn-Bewegung verstanden werden.
Die Methode "Sehen - Urteilen - Handeln"
wurde zur Basis für die AktivistInnen der KAB.
Ausgangspunkt in diesem 3 Schritt ist das "Sehen" (Wahr-nehmen)
der Menschen in der Arbeitswelt, im Spannungsfeld von sozialen, wirtschaftlichen
und politischen Strukturen.
Im "Urteilen" werden Fragen, die für Gerechtigkeit, Menschenwürde, Freiheit und Solidarität sensibilisieren, gestellt. Der Maßstab an dem die Arbeitswelt und die Gesellschaft gemessen wird , ist das Evangelium.
Aus diesem Hintergrund heraus werden die Aktivist/innen
dann im politischen "Handeln" tätig. Sie engagieren sich
für einen menschengerechte und solidarische Gesellschaft und Arbeitswelt.