-GEBET

Herr Jesus Christus, ich opfere dir meinen Tag, meine Arbeit, meine Kämpfe, meine Freuden und meine Schwierigkeiten. Lass mich, wie auch meine Brüder und Schwestern in der Welt der Arbeit, denken wie du, arbeiten mit dir, leben in dir.

Gib mir die Gnade, dich mit meinem ganzen Herzen zu lieben und dir mit allen meinen Kräften zu dienen.

Dein Reich komme in die Familien, die Fabriken, die Werkstätten, die Büros, die Kasernen und in alle Stätten der Bildung und Freizeit.

Gib, dass alle, die heute in Gefahr sind, in deiner Liebe bleiben und schenke den Verstorbenen deinen Frieden. Maria, Mutter der Kirche, bitte für uns.

Amen.

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ARBEITSKOLLEG/INNEN

Herr, gib uns allen, die wir miteinander arbeiten,
Verständnis für die Art und Aufgabe der Anderen.

Hilf, dass wir Kolleginnen und Kollegen
nicht nur beurteilen nach ihrem Nutzen für uns oder
für den Betrieb,
sondern lass uns fragen nach ihrem Schicksal,
ihren Konflikten, ihren Hoffnungen.

Hilf uns verstehen, dass jemand neben uns versagt, weil er seine häuslichen Sorgen nicht vergessen kann oder weil seien Kräfte verbraucht sind.

Lass uns nicht ungerecht werden gegen die Älteren und Schwachen,
weil sie vielleicht weniger leisten als wir,
sondern hilf uns gegen jedermann menschlich zu sein.


Begegne du in uns allen Menschen, denen wir begegnen.




 

WAS IST EINER GEGEN SO VIELE!

Was ist einer, der hofft,
gegen so viel Verzweiflung?

Einer, der auf Macht verzichtet,
gegen so viel Korruption?

Einer, der heilt,
gegen so viel Vernichtung?

Einer, der rettet,
gegen so viele Richter?

Ein Lebendiger
gegen so viel Tote?

Martin Gutl


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EINER IST DA ...


Einer ist da,
der für mich Zeit hat.

Einer ist da,
der mir Mut macht.

Einer ist da,
der mir die Richtung weist.

Einer ist da,
der dafür sorgt,
dass sich meine Schritte
durch die Welt nicht verlieren.

(Udo Hahn; in: Ein Sonnenstrahl von Tag zu Tag, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2005)

 
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BERÜHRT ...



Darauf berührte er ihre Augen und sagte:
Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet.
(Mt 9,29)

umarmung gottes
lasse ich dich zu
lasse ich dich
an mir handeln
an mir geschehen?

wenn ja
wird mich
deine berührung
verändern

(Almut Haneberg, in: Jeden Augenblick segnen. Segensworte für jeden Tag des Jahres, Verlag am Eschbach der Schwaben-verlag, 2005)


 
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GLAUBENSBEKENNTNIS


Ich glaube an einen Gott, der nicht über den Wolken schwebt, sondern der gegenwärtig ist in der Welt und in meinem Leben.

Ich glaube an einen Gott, dem es zutiefst darum geht, die Welt menschlicher und gerechter zu machen.

Ich glaube an einen Gott, der auf der Seite der Schwachen und Kleinen der Gesellschaft steht und der ihnen zu ihrem Recht verhelfen möchte.

Ich glaube an einen Gott, der auch anwesend ist bei den Reichen und Unterdrückern und der sie zur Umkehr auffordert.

Ich glaube an Gott, der kein Gesetzesgott ist, sondern der menschlicher und großzügiger ist, als die vielen kirchlichen und staatlichen Gesetze.

Ich glaube an Gott, der uns hilft in unseren Schwachheiten und der uns immer wieder aufruft im Kampf für mehr Gerechtigkeit mitzukämpfen.

Ich glaube an einen Gott, den das Leben der Menschen zutiefst interessiert, dem es nicht gleichgültig ist, wenn Menschen arbeitslos sind oder unmenschliche Arbeitsbedingungen haben.

Ich glaube an einen Gott, der auch mitleidet mit den hungernden Menschen und mit der zerstörten Natur.

Ich glaube an einen Gott, der nicht der Verursacher des Leides in der Welt ist. Er will vielmehr die Menschen von Leid und Not befreien.

Ich glaube an einen Gott, an den ich auch manchmal Fragen habe, die unbeantwortet bleiben.

Ich glaube an einen Gott, der zu mir steht in allen, was das Leben mir bringt.

Ich glaube an einen Gott, der mir eine Hoffnung gibt, die über den Tod hinausgeht.

Ich glaube an einen Gott, bei dem ich mich geborgen fühle wie bei einem guten Vater und bei einer guten Mutter.

Ich glaube an einen Gott, der die Liebe ist.

 

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GLAUBENSBEKENNTNIS AN DEN HEILIGEN GEIST


Ich glaube an den Heiligen Geist.
Ich glaube, dass er meine Vorurteile abbauen kann.
Ich glaube, dass er meine Gewohnheiten ändern kann.
Ich glaube, dass er meine Gleichgültigkeit überwinden kann.

Ich glaube, dass er mir Phantasie zum Leben geben kann.
Ich glaube, dass er mir Warnung vor dem Bösen geben kann.
Ich glaube, dass er mir Mut für das Gute geben kann.
Ich glaube, dass er meine Traurigkeit besiegen kann.

Ich glaube, dass er mir Liebe zu Gottes Wort geben kann.
Ich glaube, dass er mir Minderwertigkeitsgefühle nehmen kann.
Ich glaube, dass er mir Kraft in meinem Leben geben kann.
Ich glaube, dass er mir einen Bruder und eine Schwester an die Seite geben
kann.
Ich glaube, das er mein Wesen durchdringen kann.

Amen.

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KAB-GEBET, POLNISCH


 

KAB-GEBET, UNGARISCH

Von Deutsch ins Ungarische übersetzt von Prof. OStR GR Mag. Imre Virágh

KAB-GEBET, UNGARISCH

A KATOLIKUS DOLGOZÓK IMÁDSÁGA


Uram Jézus Krisztus, neked szentelem a mai napot, munkámat, küzdelmeimet, örömeimet s azt, ami nehezemre esik.

Segits, hogy a munka világában élö testvéreimmel együtt úgy gondolkozzam, mint te, úgy dolgozzam, mint te, s veled egységben éljek.
Ajándékozz meg a kegyelemmel, hogy téged egész szivemböl szeresselek és neked minden erömböl szolgáljak.

Jöjjön el a te országod a családokba, a gyárakba, a mühelyekbe, az irodákba a laktanyákba és a müvelödés meg a szórakozás helyeire.

Add, hogy mindazok, akik ma veszélyben forognak a te szeretetedben maradjanak és azokat, akik ma meghalnak ajándékozd meg örök békéddel.

Szüz Mária, az Egyház édesanyja könyörögj érettünk!


KAB-GEBET, TSCHECHISCH



 

KAB-GEBET, SLOWAKISCH

 

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Gott,


als Zeugen deiner Liebe sind wir unterwegs zu dir
als Glieder deiner Kirche ...
wenn wir das Brot teilen
wenn wir die Schwachen schützen
wenn wir für die Verfolger beten
wenn wir Gottesdienst feiern
aus den Dörfern und den Städten
aus den Tälern und Bergen
mit leidenden Schwestern und Brüdern
mit lachenden Kindern
mit unserer Lebensgeschichte
mit unseren Hoffnungen
mit unseren Träumen
mit dem, was wir erleben
mit dem, was wir erfahren
mit dem, was wir spüren
mit unseren Ängsten
mit unseren Freuden
als Bauleute des Friedens
als Boten der Gerechtigkeit
als deine Gemeinde
als Pilger auf dieser Erde


als Gott für die Menschen bist du bei deinem Volk
als Gott bei den Menschen
als ferner und naher Gott
als starker und zärtlicher Gott
als spürbarer und unfasslicher Gott
als ewiger Gott
als dreifaltiger Gott
als Gott im Himmel
als Gott mitten unter uns
in der Geschichte und in der Zukunft
am Tag und in der Nacht
im Leben und im Tod


mit deiner Treue bleibe bei uns, Herr
mit dem Schatten deiner Flügel
mit deinen Wundern
mit dem Sinn deiner Worte
mit deiner Güte
auf dem Weg unseres Lebens
im Tun der Gerechtigkeit
im Leben deiner Kirche
auf dem Weg, den wir gehen
in unserem Leben.



VERTRAUE GOTT


Möge heute überall Frieden sein!

Vertraue Gott, dass du dort, wo du bist, richtig bist!

Vergiss die unendlichen Möglichkeiten nicht,
die durch den Glauben geboren werden können.

Denke an das, was dir geschenkt wurde,
und leite die Liebe weiter, die dir gegeben wurde.

Du darfst wissen, dass du ein Kind Gottes bist!

Lass diese Gewissheit bis in dein Innerstes dringen
und sie dort ihren Platz finden.

Erlaube deiner Seele (dir) in Freiheit zu singen, zu tanzen, zu loben, zu preisen und zu lieben.

Nach St. Therese

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Gottes Gegenwart

Ich rufe mir ins Bewusstsein, dass jetzt,
wo ich hier sitze,

Gott mich in Liebe anschaut
und mich am Leben hält.

Ich besinne mich einen Augenblick
und denke darüber nach.

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Sozialwort-Pfingstnovene

Die KA hat ein Modell für eine Pfingstnovene erarbeitet, die auf Texten des Sozialwortes beruht.

Wir möchten damit einen weiteren Beitag leisten, politisches Handeln und christliche Spiritualität in einem engen Zusammenhang zu betrachten und zu erleben.

Der Text ist hier herunterladbar...



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Gebet: "Um Schutz vor Schaden"

Herr, wir bitten dich für alle arbeitenden Menschen
in Haus und Beruf, in den Produktionsstätten und Büros.

Richte alle auf, die unter der Last ihrer Arbeit seufzen.
Bewahre sie vor Ausbeutungen und Unfällen.
Lass Gerechtigkeit walten in den Betrieben.

Wir bitten dich für alle, die in Gefahr sind,
zu Sklaven der Automatisierung und des Konsums zu werden.

Lass sie nicht in bitterem Unmut ihr Tun verachten
oder ihr Leben für sinnlos halten.

Hilf ihnen vielmehr,
die Gefahren, Versuchungen und Bedrängnisse ihrer Arbeitswelt
In innerer Freiheit und ohne Schuld durchzustehen.

Amen

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GEBET EINES LEHRLINGS

Gott, dir ist es nicht egal,
wie es uns geht, - dir nicht!


Du willst, dass wir eine bessere Zukunft vor uns haben.
Wir Lehrlinge sind auch wichtig,
Wir können uns gegenseitig etwas geben.
Du nimmst uns alle mitsammen ernst.


Dir ist es nicht egal,
ob einer allein dahinstrudelt.
Dir ist es nicht egal, wenn wir wo anstehen.
Du gibst uns Mut.


Du bist dabei, wenn unter uns
Schwung und Hoffnung entsteht.
Du bist nicht auf der Seite der Drücker
Du bist auf unserer Seite.


Du willst uns befreien.
Gott, dir ist es nicht egal, wie‘s uns geht,
dir nicht.


kaj - Jugendgottesdienste Seite 154

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Gottes Güte segne dich

Gottes Güte segne dich,
Gottes Geist erleuchte dich,
Gottes Liebe durchdringe dich,

Gottes Friede umfange dich,
Gottes Auge schaue auf dich,
Gottes Ohr höre dich,

Gottes Gegenwart begleite dich,
Gottes Güte segne dich!

 

Heinz Pangels
www.heinzpangels.de


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Ostermontag

Am gleichen Tag
waren zwei von den Jüngern
auf dem Weg nach Emmaus


Immer ist dieser dritte Tag,
da wir verzagt und ratlos
nach Emmaus gehen
und dich nicht sehen.
Und doch bist du bei uns,
Herr.

Immer ist dieser dritte Tag,
da wir dich hören und
nicht verstehen,
was rundum geschehen.
Du sprichst dennoch zu uns,
Herr.

Immer ist dieser dritte Tag,
da uns beim Brotbrechen
die Augen aufgehen
und wir dich erkennen und
brennenden Herzens gestehen:
Du lebst unter uns,
Herr! Halleluja!


Silja Walter aus: Silja Walter, Kommunionpsalter,
Herder Verlag, Freiburg 1985
gefunden in: Georg Schwickart (Hg.),
Materialbuch Fastenzeit, Ostern und Pfingsten
Grünewald Verlag, Mainz 1996, S. 121 f


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Dann ist Ostern

Wenn wir Gerechtigkeit herausrufen
aus den Gräbern des Unrechts.

Wenn wir Freiheit herausrufen
aus den Gräbern der Zwänge.

Wenn wir Frieden herausrufen
aus den Gräbern des Tötens.

Wenn wir Versöhnung herausrufen
aus den Gräbern der Herzenshärte.

Wenn wir Geschwisterlichkeit herausrufen
aus den Gräbern der Herrschsucht.

Wenn wir Begegnung herausrufen
aus den Gräbern des Abschieds.

Wenn wir Hoffnung herausrufen
aus den Gräbern der Verzweiflung.

Wenn wie Vertrauen herausrufen
aus dem Gräbern der Angst.

Wenn wir Leben herausrufen
aus den Gräbern des Totenreichs.

So spricht Gott, der Auferstandene:
Lernt mit mir Auferstehung
Auf dem Weg nach Emmaus.

Dann ist Ostern!


Markus Wilhelm Bruners

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GOTT KOMMT ZU UNS

Gott kommt
zur Welt,
als Mensch zu den Menschen,
zu den Armen, den Unwichtigen,
zu denen,
die draußen am Rand stehen.

Gott kommt
mitten in seine Schöpfung,
zu den Ohnmächtigen:
zu Maria und dem Handwerker Josef,
zu den Hirten und ihren Herden
zu den geduldigen Tieren im Stall.

Gott kommt - ohne Glitzerkram und Musikkonserven.
Und ganz ohne Aufsehen -
Heute - nicht nur damals nach Bethlehem.

Gott kommt: als Mensch,
als schutzbedürftiges Kind,
um mit uns und mit der Schöpfung zu leben.

Geheiligt sind wir Menschen,
geheiligt ist diese Erde.
Geheiligt sind alle Geschöpfe,
Geheiligt ist die gesamte Schöpfung,
geheilt von allen Verwundungen,
weil mitten in ihr - in unendlichem Vertrauen -
der Schöpfer ruht.



AUS DER WEIHNACHTSANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II DEZ. 1999


Jesus, zu Betlehem in Armut geboren,
Christus, der ewige Sohn, uns vom Vater geschenkt,
er ist für uns und für alle die Tür!

Die Tür zu unserem Heil,
die Tür zum Leben
und die Tür zum Frieden!

Wir richten unseren Blick auf dich, Christus,
du Tür zu unserem Heil,
und bringen dir unseren Dank für das Gute,
das in den vergangenen Jahren,
Jahrhunderten und Jahrtausenden vollbracht wurde.

Doch wir müssen auch bekennen:
Bisweilen hat die Menschheit anderswo die Wahrheit gesucht,
sie hat sich falsche Sicherheiten zurechtgezimmert
und ist trügerischen Ideologien gefolgt.

Mitunter hat der Mensch Brüdern und Schwestern
wegen ihrer Rasse und ihres Glaubens
Ehrfurcht und Zuwendung vorenthalten;
Personen und Nationen hat er die Grundrechte versagt!

Doch du bietest allen auch weiterhin
den Glanz der Wahrheit an, die rettet.

Wir schauen auf dich, Christus,
du Tür zum Leben,
und bringen dir unseren Dank für die Wunder,
mit denen du jede Generation beschenkt hast.

Diese Welt bringt gegenüber dem Leben mitunter
weder Respekt noch Liebe auf.

Du jedoch wirst nicht müde, das Leben zu lieben.

Mehr noch: Im Geheimnis der Weihnacht kommst du,
um Geist und Sinn zu erhellen.
Gesetzgeber und Regierende, Männer und Frauen guten Willens
sollen sich überall auf der Erde darum mühen,
das menschliche Leben als wertvolle Gabe anzunehmen.

Du kommst, um uns das Evangelium des Lebens zu schenken.
Wir lenken unseren Blick auf dich, Christus,
du Tür zum Frieden.

Auf dem Weg durch die Zeit halten wir inne
an den vielen Stätten, die von Schmerz und Krieg gezeichnet sind.
Dort ruhen die Opfer gewaltsamer Konflikte und grausamer Vernichtung.

Du, Fürst des Friedens, bittest uns, den unsinnigen Gebrauch der Waffen zu verbannen,
auf Gewalt zu verzichten und dem Hass abzusagen.
Einzelnen, Völkern und Kontinenten haben sie den Tod gebracht.

"Ein Sohn ist uns geschenkt".
Vater, du hast uns deinen Sohn geschenkt.
Du schenkst ihn uns auch heute.

Er ist für uns die Tür.
Durch ihn treten wir in einen neuen Raum ein
und erreichen die Fülle dessen,
worauf das Heil, das du für alle bereitet hast, abzielt.

Gerade deshalb hast du, Vater, uns deinen Sohn geschenkt:
Der Mensch soll erfahren,
was du ihm in der Ewigkeit bereiten willst,
und er soll die Kraft bekommen,
deinen geheimnisvollen Plan der Liebe zu verwirklichen.

Christus,
du bist das Licht und die Hoffnung jener,
die dich suchen, auch wenn sie dich nicht kennen,
und aller,
die dich schon kennen
und dich immer mehr suchen.


WIEDER GEHT ES AUF WEIHNACHTEN ZU,

AUF DAS FEST DER MENSCHWERDUNG:


Es gibt Leid und es gibt Freude zu Weihnachten.
Es gibt verständliches Leid,
unvermeidliches.
Wenn zum Beispiel ein geliebter Mensch nicht (mehr) da ist.

Und es gibt das Leid,
das verhindert werden kann und muss.

Leid, das entsteht durch die Entstellung dieses wunderbaren Festes:
Das Streben nach Gewinn,
das die sozialen Beziehungen beherrscht.
Und der Exhibitionismus,
dem dadurch Raum gegeben wird.
Weihnacht, so gefeiert,
vertieft die Verletzungen,
spaltet, trennt, kränkt,
anstatt zu heilen.

"Bringt mir nicht länger sinnlose Gaben …
eure Feiertage sind mir in der Seele verhasst,
sie sind mir zur Last geworden,
ich bin es müde, sie zu ertragen.

… Lasst ab von eurem üblen Treiben!
Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun!
Lernt Gutes zu tun!
Sorgt für das Recht!
Helft den Unterdrückten!"
(nach Jesaja, 1, 13-17)

Was ist wichtiger: Almosen oder Gerechtigkeit?
Ist Schenken und Teilen dasselbe?
Was tragen wir dazu bei, dass es diesmal anders wird?

José Gómez Izquierdo (Ecuador)

GOTTES NAME: J A H W E = ICH BIN DA

Ich bin da, wenn du allein bist.
Ich bin da, wenn du dich betroffen fühlst.
Ich bin da, wenn du meinst, es geht nicht mehr weiter.

Ich bin da, wenn du verzweifelt und traurig bist.
Ich bin da, wenn du Angst hast.
Ich bin da, wenn alle dich nicht mögen.


Ich bin da, wenn zwischen deiner Freundschaft eine Mauer ist.
Ich bin da, wenn du vor Sorgen nicht schlafen kannst.
Ich bin da, wenn einer dir etwas zuleide tut.

Ich bin da, wenn du in großer Gefahr bist.
Ich bin da, wenn du krank bist und Hilfe brauchst.
Ich bin da, wenn du mit deinem Kummer nicht allein fertig wirst.

Ich bin da, wenn für dich die Welt zerbricht.
Ich bin da, wenn dir etwas zustößt.
Ich bin da, wenn du Liebe brauchst und kein Vertrauen hast.


Ich bin da, wenn du große Schmerzen hast.
Ich bin da, wenn keiner dir zuhört.
Ich bin da, wenn du dich vor Erschöpfung nicht mehr halten kannst.

Ich bin da, wenn du ein schlechtes Gewissen hast.
Ich bin da, wenn du mich rufst.
Ich bin da, für dich.

Pfarrer Anton Kner – 1911-2003, Kurzfassung – Original CiG Nr. 33/85 Seite 268



Frére Roger beim Abendgebet
in Hamburg, am Donnerstag, 1. Januar 2004



Wir begreifen,
dass Gott mit grenzenloser Güte auf jeden Menschen schaut.
Gott liebt jeden Menschen.

+ Frere Roger                      

Und seine Liebe ist zuallererst Gemeinschaft.

So kann jeder von uns entdecken,
dass er von Gott geliebt, gestärkt, getragen wird.

Und wir begreifen,
dass wir ihm alles anvertrauen können.

In Gott ist keinerlei Strenge,
keinerlei Wille zu bestrafen.

Das Ergreifendste am Evangelium ist das Verzeihen,
das Gott uns schenkt,
und dass auch wir den anderen gewähren.

Wenn wir Gemeinschaft mit Gott leben,
sehnen wir uns auch nach Gemeinschaft mit anderen.

Und was entdecken wir dabei?
Wir begreifen,
dass ein Geheimnis der Freude darin liegt,
mit der Güte des Herzens zu lieben und zu verzeihen.

Christus ruft uns mit atemberaubenden Worten auf,
ihm nachzufolgen:
"Liebt eure Feinde, betet für alle, die euch wehtun."

Ja, das Evangelium lädt uns ein,
zu lieben und es durch unser Leben zu sagen.

Unser Leben macht den Glauben,
das Vertrauen auf Gott
für die Menschen unserer Umgebung glaubwürdig.

Sind die Christen heute nicht mehr denn je dazu berufen,
dort, wo sie stehen,
unersetzlicher Sauerteig der Gemeinschaft zu sein?

Wie können die Christen da getrennt bleiben?

Die Gemeinschaft, das ist der entscheidende Punkt.
Sie entsteht zutiefst im Herzen des Christen,
im Verzeihen und in der Liebe
.


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Brief aus Taizé
Brief 2005




+Frére Roger

Dieser Brief von Frére Roger, Taizé, wurde in 55 (u. a. 24 asiatische) Sprachen über setzt und beim Europäischen Jugendtreffen in Lissabon veröffentlicht. Er dient im Jahr 2005 zum Nachdenken bei den wöchentlichen Jugendtreffen in Taizé und bei Treffen anderswo in Europa oder auf den anderen Erdteilen.


Gott bereitet euch eine Zukunft des Friedens und nicht des Unheils; Gott will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben."1

Unzählige Menschen sehnen sich heute nach einer Zukunft in Frieden, danach, dass die Menschheit von drohen der Gewalt befreit wird.
Manche ergreift Angst vor der Zukunft und sie sind davon wie gelähmt, aber über all auf der Erde gibt es auch erfinderische, schöpferische Jugendliche.

Diese Jugendlichen lassen sich nicht in eine Spirale der Verdrossenheit hineinziehen. Sie wissen, dass Gott uns nicht zur Untätigkeit erschaffen hat. Für sie ist das Leben nicht einem blinden Schicksal unterworfen. Ihnen ist bewusst:

Was den Menschen lähmen kann, sind Skepsis oder Entmutigung. Des halb wollen diese Jugendlichen mit ganzem Herzen einer Zukunft des Friedens und nicht des Unheils den Weg bereiten. Mehr als sie vermuten, gelingt es ihnen bereits, ihr Leben zu einem Licht zu machen, das ihre Umgebung erhellt.

Es gibt Menschen, die Frieden und Vertrauen dorthin tragen, wo Gefahren drohen und Widerstreit herrscht. Sie halten durch, auch wenn sie schwere Belastungen oder Rückschläge auszuhalten haben.2

An manchen Sommerabenden, unter einem sternklaren Himmel, hören wir in Taizé die Jugendlichen durch die geöffneten Fenster. Wir sind nach wie vor erstaunt, wie zahlreich sie sind. Sie suchen, sie beten. Und wir sagen uns: Ihr Verlangen nach Frieden, ihre Sehnsucht nach Vertrauen sind wie diese Sterne, kleine Lichter in der Nacht.


Wir leben in einer Zeit, in der sich viele fragen: Was ist eigentlich der Glaube?

Der Glaube ist ganz einfaches Vertrauen auf Gott, ein unerlässlicher, im Leben unentwegt neuer Aufbruch des Vertrauens.


In jedem Menschen können sich Zweifel regen. Sie haben nichts Beunruhigen des. Wir möchten vor allem auf Christus hören, der leise in unserem Herzen sagt: "Hast du Bedenken? Sei ohne Sorge, der Heilige Geist bleibt immer bei dir." 3

Manche machten die erstaunliche Entdeckung: Auch in einem Herzen, das von Zweifel befallen ist, kann sich die Liebe Gottes entfalten.4

Im Evangelium lautet eines der ersten Worte Christi: "Glücklich, die im Herzen einfach sind!" 5

Ja, glücklich, wer auf die Einfachheit zugeht, im Herzen wie im Leben.

Ein Mensch mit einfachem Herzen sucht im gegenwärtigen Augenblick zu leben, jeden Tag als ein Heute Gottes zu empfangen.

Zeigt sich der Geist der Einfachheit nicht in der ungetrübten Freude und auch in der Fröhlichkeit?

Ein Mensch mit einfachem Herzen beansprucht nicht, ganz allein alles vom Glauben zu verstehen. Er sagt sich: Was ich kaum begreife, verstehen andere besser, und sie helfen mir auf meinen Weg weiter.6

Wer sein Leben vereinfacht, kann mit den Bedürftigsten teilen, um Leiden zu lindern, wo es Krankheit, Armut, Hunger gibt.7

Auch unser persönliches Gebet ist einfach. Meinen wir, dass es im Gebet viele Worte braucht?8

Nein, bisweilen genügen einige, manchmal auch unbeholfene Worte, um Gott alles anzuvertrauen, unsere Ängste wie unsere Hoffnungen.

Wenn wir uns dem Heiligen Geist überlassen, finden wir auf den Weg, der von der Unruhe zum Vertrauen führt.9

Und wir sagen zu ihm:
Heiliger Geist, gib, dass wir uns in jedem Augenblick dir zuwenden.

So oft vergessen wir,
dass du in uns wohnst, dass du in uns betest, dass du in uns liebst.

Deine Gegenwart in uns ist Vertrauen und stetes Verzeihen.

Ja, der Heilige Geist entzündet in uns ein Licht. Scheint es auch nur schwach – es weckt in unserem Herzen die Sehnsucht nach Gott.

Und allein die Sehnsucht nach Gott ist schon Gebet.

Das Gebet befreit nicht davon, sich um die Dinge der Welt zu kümmern.

Im Gegenteil, nichts ist verantwortlicher als zu beten:
Je mehr man ganz einfach und bescheiden betet, desto mehr sieht man sich veranlasst, zu lieben und es mit seinem Leben zum Ausdruck zu brin gen.

Wo ist die Einfachheit zu finden, die unabdingbar zum Leben aus dem Evangelium gehört? Ein Wort Christi bringt uns Licht.

Eines Tages sagte er zu seinen Jüngern: „Laßt die Kinder zu mir kommen, denn Menschen wie ihnen gilt Gottes Wirklichkeit.“10

Wer könnte genug hervorheben, was manche Kinder durch ihr Ver trauen weitergeben können?11

So möchten wir Gott bitten: „Gott, du liebst uns, mache uns zu schlichten Menschen, schenke uns tiefe Einfachheit im Gebet, in den menschlichen Beziehungen, in der Gastfreundschaft...“

Jesus, der Christus, ist nicht auf die Erde gekommen, um irgendwen zu verurteilen, sondern um den Menschen Wege zur Gemeinschaft zu bahnen.

Seit zweitausend Jahren ist Christus durch den Heiligen Geist gegenwärtig,12

und seine geheimnisvolle Gegenwart wird in einer sichtbaren Gemeinschaft13 greifbar:

Sie vereint Frauen, Männer, Jugendliche, die berufen sind, gemeinsam auf dem Weg zu sein, ohne sich voneinander zu trennen.14

Im Lauf ihrer Geschichte haben die Christen aber vielfältige Erschütterungen erlebt: Es kam zu Trennungen unter ihnen, obwohl sie sich auf den selben Gott der Liebe beriefen.

Es ist dringlich, Gemeinschaft heute wiederherzustellen; das kann nicht ständig auf später, auf das Ende der Zeiten verschoben werden.15

Tun wir alles Erdenkliche dafür, dass die Christen für den Geist der Gemeinschaft wach werden?16

Es gibt Christen, die ohne Aufschub ganz schlicht, ganz einfach schon vor Ort miteinander in Gemeinschaft leben.17

Durch ihr Leben möchten sie Christus für viele andere gegenwärtig machen. Sie wissen, dass die Kirche nicht für sich selbst da ist, sondern für die Welt, dafür, einen Sauerteig des Friedens in die Welt einzubringen.

„Gemein schaft“ ist einer der schöns ten Namen der Kirche: In ihr kann es nicht hartes Gegeneinander geben, sondern nur Lauterkeit, Herzensgüte, Erbarmen ... und die Tore der Hei ligkeit können sich auftun.

Im Evangelium wird uns eine überraschende Entdeckung zuteil: Gott ruft weder Angst noch Sorge hervor, Gott kann uns nur lieben.

Durch die Gegenwart seines Heiligen Geistes kommt Gott und verklärt unser Herz.

Und im schlichten Gebet können wir ahnen, dass wir nie allein sind: Der Heilige Geist stärkt unsere Gemeinschaft mit Gott, nicht nur für einen Augenblick, sondern bis in das Leben, das kein Ende kennt.


Ikone aus Taizé

1 Diese Worte wurden sechs hundert Jahre vor Christus geschrieben: vgl. Jeremia 29,11 und 31,17.


2 Seit dem sich im vergangenen Jahr zehn neue Länder der Europäischen Union angeschlossen haben, ist vielen jungen Europäern bewusst, dass sie auf einem Erdteil leben, der seine Einheit sucht und Wege des Friedens einschlägt, nach dem er lange Zeit von Trennungen und Konflikten heimgesucht wurde. Freilich bleiben Spannungen, Ungerechtigkeiten und manchmal offene Gewalt, die Zweifel wecken. Es kommt deshalb darauf an, nicht auf dem Weg stehen zu bleiben: Die Suche nach Frieden liegt an der Quelle des Aufbaus Europas. Dieser wäre uns jedoch kein Anliegen, hätte er nur zum Ziel, einen stärkeren, reicheren Erdteil zu schaffen, und auch nicht, wenn Europa dabei der Versuchung erläge, sich nur mit sich selbst zu beschäftigen.

Europa wird sich erst dann voll gerecht, wenn es sich für die anderen Erdteile öffnet, mit den armen Nationen solidarisch ist. Sein Aufbau hat erst dann einen Sinn, wenn er als eine Etappe im Dienst am Frieden für die ganze Menschheitsfamilie aufgefasst wird.
Deshalb möchten wir unsere Jugendtreffen am Jahreswechsel - wenn sie auch "Europäische Treffen" heißen - eher als einen "Pilger weg des Vertrauens auf der Erde" verstehen.

3 Vgl. Johannes 14,16-18 und 27. Gott existiert unabhängig von unserem Glauben oder unserem Zweifeln. Wenn sich in uns Zweifel regen, entfernt sich Gott deshalb nicht von uns.

4 Dostojewski notierte einmal: "Ich bin ein Kind des Zweifels und des Unglaubens. Welch schreckliches Leiden kostete und kostet mich der Durst nach Glauben, der in meiner Seele umso stärker brennt als es in mir Gegenargumente gibt. (...) Durch das Fegefeuer des Zweifels ist mein Hosanna gegangen." Und dennoch konnte Dostojewski fortfahren: "Es gibt nichts Schöneres, nichts Tieferes, nichts Vollkommeneres als Christus; das gibt es nicht, es kann es nicht geben."

Dieser Mann Gottes lässt durchblicken, dass in ihm gleichzeitig ein Nichtglaubender und ein Glaubender leben, dies beeinträchtigt aber seine leidenschaftliche Liebe zu Christus in keiner Weise.


5
Matthäus 5,3

6 Selbst wenn unser Vertrauen ungefestigt bleibt, stützen wir uns nicht nur auf unseren eigenen Glauben, sondern auf das Vertrauen der Menschen, die uns vorausgegangen sind, und derer, die uns umgeben.

7 Die Ernährungs- und Agrarorganisation der Vereinten Nationen veröffentlichte kürzlich Welt-Hunger-Karten. Trotz der in den letzten Jahren gemachten Fort schritte leiden 840 Millionen Menschen Hunger, darunter 180 Millionen Kinder unter fünf Jahren.

8 vgl. Matthäus 6,7-8

9 Für alle, die sich Gott überlassen wollen, können einfache, oft wiederholte Gesänge eine Hilfe sein, zum Beispiel dieser: „Mon âme se repose en paix sur Dieu seul (Bei Gott bin ich geborgen, still, wie ein Kind).“ Solche Gesänge klingen bei der Arbeit wie in der Freizeit im Herzen nach.

10 Matthäus 19,14

11 Ein neun jähriger Bub, der eine Woche lang bei den Gebeten in unserer Nähe saß, sagte einmal zu mir: „Mein
Vater hat uns verlassen. Ich sehe ihn nie, aber ich liebe ihn immer noch und bete am Abend für ihn.“

12 vgl. 1 Petrus 3,18; Römer 1,4 und 1 Timotheus 3,16

13 Diese Gemeinschaft trägt den Namen Kirche. Im Herzen Gottes ist die Kirche eins, kann sie nicht geteilt sein.

14 Je mehr wir uns dem Evangelium nähern, desto mehr nähern wir uns einander an. Und die Trennungen, die zerrissen haben, treten zurück.

15 Christus ruft dazu auf, sich ohne Aufschub zu versöhnen. Wir können sein Wort im Matthäusevangelium nicht vergessen: „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir
dabei einfällt, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, dann geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder“ (5,23). „Geh zuerst“, und nicht: „Verschiebe es auf später“.

16 In Damaskus, im leidgeprüften Nahen Osten, lebt der griechischorthodoxe Patriarch Igna tios IV. Er schrieb ergreifende Worte: „Die ökumenische Bewegung ist rückläufig. Was bleibt vom prophetischen Ereignis der Anfänge, das unter anderem Persönlichkeiten wie Papst Johannes XXIII. und Patriarch Athenagoras verkörperten? Unsere Spaltungen machen Christus unkenntlich, sie stehen seinem Willen entgegen, uns vereint zu sehen, "damit die Welt glaube". Wir benötigen dringend prophetische Initiativen, um die Ökumene aus den Mäandern herauszuführen, in die sie sich, wie ich fürchte, gerade verstrickt.

Wir brauchen dringend Propheten und Heilige, um unseren Kirchen zu helfen, sich durch gegenseitiges Verzeihen zu bekehren.“

17 Bei seinem Besuch in Taizé, am 5. Oktober 1986, verwies Papst Johannes-Paul II. auf einen Weg der Gemeinschaft, als er zu unserer Communauté sagte: „Ihr wollt selbst ein ‚Gleichnis
der Gemeinschaft’ sein und helft damit allen, denen ihr begegnet, ihrer kirchlichen Zugehörig keit, die Frucht ihrer Erziehung und ihrer Gewissensentscheidung ist, treu zu sein, jedoch auch,
sich immer tiefer auf das Geheimnis der Gemeinschaft einzulassen, das die Kirche im Plan Gottes ist.“

 


NUTZE DIE ZEIT!


Nutze die Zeit, die dir gegeben,
denn sie ist schneller vorbei,
als du ahnst oder wahrhaben willst.

Die Stunde ist schnell da,
wo unser Leben nur Stückwerk war
und wir nichts mehr nachholen können.

Frage nicht lange: Wie lange noch?
Geh und schaffe, so lange es Tag ist!
Mache dir keine Gedanken um deine Kräfte;
sie werden dir schon gegeben werden!
Nur Mut - und beginne!

Noch ist es Zeit,
noch scheint die Sonne,
noch singen die Vögel,  

noch hast du Lust,
noch hast du Kraft,
noch ist es Tag!

Mache dich ans Werk und frage nicht,
was morgen ist; heute hast du noch Zeit.
Nutze sie, so lange sie dir gegeben ist,
denn was du heute nicht schaffst,
bleibt morgen vielleicht schon liegen.

Heinz Pangels
www.heinzpangels.de





UM FINGERSPITZENGEFÜHL

Herr, wir bitten dich um ein offenes Herz,
damit wir uns gegenseitig annehmen und
ermutigen können.

Wir bitten dich um Augen,
die hellsichtig sind für die Zeichen der Not,
für Winke zum Helfen.

Wir bitten dich um offene Ohren,
die uns auch die halblauten Bitten anderer hören lassen.

Wir bitten dich um Fingerspitzengefühl
im Umgang mit schwierigen Menschen;

um ein gutes Gedächtnis für die Sorgen,
die jemand uns anvertraut hat,
und für Dinge, die wir zu tun versprochen haben.

Wir bitten dich um ein fröhliches Gesicht
und um ein Lächeln,

das aus dem Herzen kommt,
denn andere sollen sich an uns freuen können.

Du begegnest uns als Freund und Bruder;
laß auch uns zu Freunden der Menschen werden.

Laßt uns in allem so gesinnt sein,
wie Jesus Christus gesinnt war.

Amen.

31 KAB-Gebete

 

  

 

 

GEBET FÜR FRAUEN UND MÄNNER AM STEUER

 


Guter Gott,
gib mir ein klares Auge und eine sichere Hand,
damit ich auch in schwierigen Situationen
rasch und adäquat reagieren kann.

Lass mich meiner Verantwortung bewusst sein,
wenn ich mich ans Steuer setze.

Schenke mir einen guten Umgang mit meiner Zeit,
damit ich nicht in Eile bin und mich hetzen muss.

Schenke mir Geduld mit den „Schleichern“ vor mir
und Milde gegenüber den „Dränglern“ hinter mir.

Und wenn ich mich schon einmal ärgern muss,
dann lass mich bitte nur ganz leise schimpfen!

Schenke mir Aufmerksamkeit und Großzügigkeit,
wenn jemand meinen Vorrang missachtet,
und Einsicht in meine eigenen Fahrfehler.

Gib mir Gelassenheit – auch im Stau.

Lass mich Rücksicht nehmen auf die Schwächeren im Straßenverkehr
und auf die Schönheit und Verwundbarkeit der Schöpfung.

Begleite mich auf meinen Fahrten –
auf der Autobahn, auf steilen Bergstraßen,
bei gutem Wetter, in der Nacht, bei Nebel, Schnee und Regen.

Segne alle, die unterwegs sind, zu Land, zu Wasser und in der Luft.
Lass uns alle gesund und sicher nach Hause zurückkehren.

Mein Gott, ich danke dir, dass du mit mir unterwegs bist
und ich auf deinen Schutz vertrauen darf.

Amen!


NIMM DIR ZEIT


Nimm dir Zeit zur Arbeit -
das ist der Preis für den Erfolg.

Nimm dir Zeit nachzudenken -
das ist die Quelle deiner Kraft.


Nimm dir Zeit zum Lesen -
das ist der Ursprung der Weisheit.

Nimm dir Zeit zum Träumen -
das ist der Weg zu den Sternen.

Nimm dir Zeit zum Schlafen -
es erneuert die Kräfte für Leib und Seele.

Nimm dir Zeit zum Beten -

es ist die größte Kraft auf Erden.

Nimm dir Zeit zum Leben -

um Gott zu finden, denn ohne ihn

ist jede Zeit eine verlorene Zeit.

Alte irische Handschrift



 GOTT, MACH UNS ZU APOSTELN! 




Herr, segne meine Hände, dass sie behutsam sind,
dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können, ohne Berechnung,
dass ihnen innewohne die Kraft, zu segnen und zu trösten.


Herr segne meine Augen, dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,
dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,
dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.


Herr, segne meine Ohren,
dass sie auf deine Stimme hören,
dass sie hellhörig sind - für die Stimme der Not,
dass sie verschlossen sind - für den Lärm und das Geschwätz,
damit sie das Wichtige nicht überhören.

Herr, segne meinen Mund, dass er dich bezeugt,
dass er nicht verletzt und zerstört,
dass er heilende Worte spricht und Anvertrautes bewahrt.


Herr, segne mein Herz, dass dein Geist darin wohne,
dass es Wärme schenkt und reich ist an Verzeihung,
dass es Leid und Freude teilt.

Lass mich mit dir verbunden sein, mein Gott,
mit allem, was ich habe, was ich liebe und was ich bin
.

Amen.



Ein Geschenk des Himmels

Manche Menschen wissen nicht

wie wichtig es ist,

dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,

wie gut es tut,

sie einfach nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,

wie tröstlich

ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,

wie viel ärmer wir

ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,

dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es,

würden wir es ihnen sagen.

Sie wüssten es,

würden wir von Zeit zu Zeit

DANKE sagen.



PROPHETEN DER ZUKUNFT


Manchmal ist es gut,
etwas Abstand zu nehmen und zurückzublicken.

Das Reich Gottes zu verwirklichen,
übersteigt nicht nur unsere Kräfte,
auch unseren Blicken ist es verborgen.

Im Laufe unseres Lebens
ist unser Beitrag
zu diesem wunderbaren Unternehmen
- Gottes Schöpfung - nur klein.

Nichts von dem was wir tun, ist vollendet.

Keine Erklärung sagt alles, was gesagt werden könnte.
Kein Gebet drückt unseren Glauben vollständig aus.
Kein Hirtenbesuch bringt vollste Zufriedenhat.
Kein Programm verrichtet den Auftrag der Kirche.
Keine Ziele und Pläne können vollständig sein.

Das ist das Wesen des Menschseins.
Wir sähen Saatkörner aus,
die eines Tages wachsen werden.


Die Saatkeimlinge bewässern wir in dem Wissen,
dass sie die Versprechen der Zukunft in sich tragen.

Wir legen Grundmauern,
die noch hochgezogen werden müssen.

Wir sind der Sauerteig,
dessen Wirkung
unsere Möglichkeiten weit übersteigen wird.

Wir können nicht alles tun,
das zu begreifen, gibt uns ein Gefühl der Befreiung.


Dies gibt uns die Möglichkeit,
etwas zu tun - und es gut zu tun.

Vielleicht wird nicht alles fertig,
aber es ist ein Anfang,

ein weiterer Schritt auf dem Weg,
eine Gelegenheit,
Gottes Gnade hereinzulassen,
um das Werk zu vollenden.

Vermutlich werden wir nie das Endergebnis
zu sehen bekommen,
aber das ist der Unterschied
zwischen Meister, Handwerker und Handlanger.

Wir sind Handlanger, nicht die Handwerkermeister,
wir sind die Diener, nicht der Messias.

Wir sind die Propheten einer Zukunft, die uns nicht gehört.

Mgr. Oscar Romero, Bischof von San Salvador,
ermordet am 24. März 1980

 

Weitere Gebete, Texte, siehe unten!

WER IM KLEINEN TREU IST ...

Herr, ich kann nicht verhindern,
dass viele Menschen vereinsamen,
ich kann aber dazu beitragen,
dass manche sich nicht so einsam fühlen.

Ich kann nicht verhindern,
dass physisch Kranke es schwer haben;
ich kann aber dazu beitragen,
dass dieser oder jener es etwas leichter hat.

Ich kann nicht verhindern,
dass immer mehr und jüngere Menschen dem Rauschgift verfallen;
ich kann aber dazu beitragen,
dass manche keine Drogen brauchen.

Ich kann nicht verhindern,
dass tausende Menschen Jahr für Jahr durch eigene Hand sterben;
ich kann aber dazu beitragen,
dass der eine oder andere es nicht tut.

Ich kann nicht verhindern,
dass Völker einander bekriegen;
ich kann aber dazu beitragen,
dass die Kleinkriege um mich herum ein Ende nehmen.

Großer Gott,
es ist äußerst wenig, was ich als Einzelner tun kann;
aber mehr, als ich glaube!
Amen!

Weitere Gebete, Texte, siehe unten!

WAS IST EINER GEGEN SO VIELE?

 

Einer, der hofft,
gegen so viel Verzweiflung?

Einer, der auf Macht verzichtet,
gegen so viel Korruption?

Einer, der heilt,
gegen so viel Vernichtung?

Einer, der rettet,
gegen so viele Richter?

Ein Lebendiger
gegen so viel Tote?


Martin Gutl


WEIHNACHTEN IST ...
Weihnachten ist, wenn
Weihnachten ist
immer dann,
wenn man die
Tränen in den Augen
eines Kindes abwischt.

Weihnachten ist
immer dann,
wenn man die Waffen
niederlegt
und sich verständigt.

Weihnachten ist,
wenn die Herzen
Beleidigungen vergessen
und wahrhaft
brüderlich sind. Weihnachten ist
in den Augen des Armen,
den man
an seinem Krankenbett
besucht.

Weihnachten ist
in den Händen dessen,
der sein tägliches
Brot
mit anderen teilt.

Weihnachten ist
alle Tage auf Erden,
denn Weihnachten
ist
die Liebe.



AUS DEM NACHLASS EINER 82-JÄHRIGEN BÄUERIN

"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
würde ich mir nicht mehr so viele Sorgen um Kleinigkeiten machen,
ich würde mir öfters Zeit nehmen,
für die Menschen und die Dinge,
die mir wirklich wichtig sind.

Ich würde mich öfters auf die Hausbank setzen
und zu den Sternen am Himmel aufschauen,
ich würde öfters über die Felder gehen und die Sonne spüren
und den Schnee und den Wind.

Ich würde meine Gefühle wichtiger nehmen,
ich würde öfters lachen und weinen,
ich würde meine Mahlzeiten nicht mehr so hastig
und gedankenlos verschlingen,
sondern mit tiefer Dankbarkeit für alles was da ist.

Ich würde jeden Tag annehmen,
als einmaliges, nie wiederkehrendes Geschenk,
ich würde euch, meinen Kindern und Enkelkindern,
nicht mehr so viele Ratschläge geben,
sondern mehr darauf vertrauen,
dass ihr euch schon in rechter Weise entwickeln werdet.

Ich würde in euch den Glauben an einen Gott wecken,
einen Gott, der mich und die Meinen
durch all unsere Irrtümer und Fehler,
durch unsere Freuden und Erfolge begleitet,
einen Gott, der dort, wo wir schuldig geworden sind,
diese Schuld mit uns trägt,
der uns im Auf und Ab des Lebens Hilfe und Stütze ist ..."


Entnommen aus dem KA-Blatt zur Adventszeit

Weitere Gebete, Texte, siehe unten!


WEINVIERTLER PILGERGEBET ...


Gott, unser Vater!
Wir sind deine Kirche im Vikariat Unter dem Manhartsberg.
Wir sind dein Volk, unterwegs zu einer neuen Zeit.

Unser Land hat seine Geschichte und seine Vergangenheit
mit Licht und Dunkel, mit Freud und Leid.
Doch du warst immer bei uns.

Wir bitten dich um deinen Geist, den Heiligen Geist.

Wir wollen unsere Kirche stärken,
durch Gebet, Vertiefung des Glaubens und Mitarbeit.

Wir werden es nicht schaffen aus eigener Kraft.

Du musst uns an der Hand nehmen,
damit wir die Zukunft der Kirche in unserem Vikariat mit dir gestalten.

Jesus ist der Weg - ihm wollen wir nachfolgen.

Ändere du selber unser Leben,
damit wir die Welt verändern können.
Lass uns zusammenwachsen zu einer Familie,
damit wir glaubwürdige Zeugen deines Reiches sind.

Dein Reich komme und breche in unserem Vikariat an. Amen.

Weitere Gebete, Texte, siehe unten!


ICH GLAUBE ...


Ich glaube an vieles im Leben.
Ich glaube an meine Freunde,
und ich glaube an Gott.

Ich möchte jetzt versuchen,
meinen ganz persönlichen Glauben
mit meinen ganz persönlichen Worten zu bekennen:

Ich glaube an den einen und herrlichen Gott,
unseren Herrn und Vater,
der alle Welt und auch mich erschaffen hat.

Er ist der wahre Gott
für alle Völker dieser Welt
und er ist das Gute und wird das Böse besiegen.

Dafür hat er seinen Sohn Jesus Christus
Mensch werden lassen.
Maria, der ich dafür danke,
hat ihn als unseren Bruder geboren.

Er ist auch durch meine Sünden verraten worden
und hat für mich gelitten
und er ist gekreuzigt worden
und gestorben.

Aber er hat die Finsternis besiegt
und ist auferstanden,
wie er auch mich am Jüngsten Tag auferstehen lassen wird.

Ich glaube an seine Kirche und alle,
die in seiner Gemeinschaft geheiligt worden sind.

Ich glaube an den Hl. Geist,
der mir beisteht und Kraft gibt,
über meine Sünden und meinen Tod hinaus
das ewige Leben
in unserem liebenden Gott zu erlangen.
Amen.

Aus der Gottesdienstunterlage der KAB-Mariazell Fußwallfahrer 2004,
Geistl. Rat. Bruno Layr


Lass uns
alle Kräfte einsetzen
um mitzubauen,
mitzutragen,
mitzuhelfen,

dass der Geist der Liebe
mehr und mehr
spürbar wird,
überall dort,
wo wir stehen und handeln.



AUFERSTEHUNG

Jesus Christus

Mit dir will ich auferstehen
gegen Not und Tod
gegen Folter und Leiden
gegen Armut und Elend
gegen Hass und Terror
gegen Zweifel und Resignation
gegen Unterdrückung und Zwang.

Mit dir will ich auferstehen
gegen alles, was Leben behindert.

Mit dir will ich einstehen
für alles, was das Leben fördert.

Sei du mit mir,
damit ich aufstehe mit dir.



Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens

O Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe übe, wo man sich hasst, dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt, dass ich verbinde, da, wo Streit ist, dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht, dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt, dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält, dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert, dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten: nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer da hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.




    FÜRBITTEN ZUM TAG DER ARBEIT

1. Immer mehr Arbeitnehmer verlieren unschuldig ihren Arbeitsplatz. Bitte hilf, dass jeder der arbeiten will einen Arbeitsplatz findet.

2. Die Zahl der Menschen, die Arbeitsunfälle erleiden und an Berufskrankheiten erkranken, steigt noch immer an. Lass die Arbeitgeber entgegenwirken und erkennen, dass die körperliche und geistige Belastbarkeit des Menschen begrenzt ist.

3. Viele von uns sind wegen der neuen Pensionsregelungen sehr verunsichert. Lass die Politiker in gerechter Weise mit den finanziellen Mitteln umgehen.

4. Jeder arbeitende Mensch braucht Anerkennung und Motivation in seinem Beruf. Wir bitten Dich um gerechte Behandlung bei innerbetrieblicher Postenvergabe.

5. Obwohl am Arbeitsplatz mehr Leistung von immer kleiner werdenden Belegschaften verlangt wird, bleibt die Lohnentwicklung weit hinter der Entwicklung der Gewinne zurück. Wir bitten besonders für die Arbeitnehmer, deren Gehalt kaum ausreicht, um ihre familiäre Existenz abzusichern.

6. Viele Dienstzeiten sind einem normalen Familienleben sehr hinderlich. Lass die Verantwortlichen berücksichtigen, dass der Mensch arbeitet um zu leben und nicht lebt um zu arbeiten
.



EIN FRIEDENSGRUSS

für meine Mutter, meinen Vater, mein Kind, meinen Ehemann, meine Ehefrau, meinen Freund, meine Freundin, ...

Ich wünsche dir Augen,
die die kleinen Dinge des Alltags wahrnehmen
und ins rechte Licht rücken.

Ich wünsche dir Ohren,
die die Schwingungen und Untertöne
im Gespäch mit anderen aufnehmen.

Ich wünsche dir Hände,
die nicht lange überlegen,
ob sie helfen oder gut sein sollen.

Ich wünsche dir zur rechten Zeit
das richtige Wort.

Ich wünsch dir ein liebendes Herz,
von dem du dich leiten lässt,
damit überall, wo du bist, der Friede einzieht.

Ich wünsche dir Freude, Liebe, Glück,
Zuversicht, Gelassenheit, Demut.

Ich wünsche fir Güte -
Eigenschaften, die dich das werden lassen,
was in dir angelegt ist, jeden Tag ein wenig mehr,
denn Wachstum bracht Frieden.

Ich wünsche dir genügend Erholung
und ausreichen Schlaf,
Arbeit, die Freude macht,

Menschen, die dich mögen und bejahen
und dir Mut machen;

Aber auch Menschen, die dich bestätigen,
Menschen, die dir ein Vorbild sein können,
die dir weiterhelfen,
wenn du traurig bist und müde und erschöpft.

All das wünsche ich dir mit dem Friedensgruß dieser Messe.

Richard Schatzhauer


HERR LEHRE MICH ZU LEBEN! LEHRE MICH DEIN WORT!

Herr, du allein weißt,
wie mein Leben gelingen kann.
Lehre mich, in der Stille deiner Gegenwart
das Geheimnis zu verstehen,
wie in der Begegnung mit dir,
wie in deinem Anblick und in deinem Wort
Menschen sich als dein Bild und Gleichnis
erkannt haben.

Hilf mir loszulassen
was mich daran hindert,
dir zu begegnen und mich von deinem Wort ergreifen zu lassen.

Hilf mir zuzulassen,
was in mir Mensch werden will
nach dem Bild und Gleichnis,
das du dir von mir gemacht hast.


VATER UNSER AUS HAITI

GIB UNS HEUTE UNSER TÄGLICHES BROT
AUSSCHNITT AUS DEM VATER UNSER NACH RENAUD BERNARDIN

Herr, du hast mich nach deinem Ebenbild
als würdigen Menschen erschaffen, dir ähnlich, dir gleich.  

Ich bitte oder bettle weiter um nichts.
Ich komme nicht, dich anzuflehen.
Das Brot, das ich von dir erwarte,
ist die Frucht meiner Arbeit.

  Wenn ich meinen Hunger nicht stillen kann, wenn es unmöglich ist,
meinen physischen oder geistigen Hunger zu stillen,
dann ist dies die Folge der Unterdrückung, die wir erleiden.

Mein Gott, warum -
... müssen unsere Produkte zu so billigen Preisen verkauft werden?
… unsere Arbeitskräfte so wenig entlohnt werden?
… die Chefs die Frucht unserer Arbeit einsacken?

Herr wir legen einen Schwur ab,
niemand - Haitianer oder Ausländer –
darf das tägliche Brot dem Mund unserer Kinder entreißen.

Wir organisieren uns in Gewerkschaften, Gruppen, Kooperativen, Vereinen
 und wir kämpfen bis sich dies ändert,
 denn dies muss sich ändern.

Wir sind entschlossen; uns nicht mehr wie Lämmer scheren zu lassen.
Deshalb wollen wir eine Veränderung der Menschen erlangen,
 eine Veränderung in der Gesellschaft.

 Wir wollen unser Leben und unsere Zukunft unter Kontrolle halten.

Ja, Herr, wir legen den Schwur ab:
 Wir kämpfen bis der Reichtum,
 welchen wir produzieren, fair verteilt ist.

 
Wir werden sie vor Gericht verfolgen,
 wo immer sie sich auch hinflüchten,
 bis sie unserem Volk das gestohlene Geld zurückgeben.

Sie müssen uns unsere Jobs wiedergeben
und die Fabriken wieder öffnen.

 Du hast uns Hände zum Arbeiten gegeben:
 Wir werden für unsere Bedürfnisse aufkommen.
 Und wir werden mit den Ausgeschlossenen,
 auf sich selbst Gestellten,
bei uns und anderswo unser Brot teilen, 
damit es einen besseren Geschmack hat.

WEIHNACHTSEVANGELIUM

In jener Zeit erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in teuerlisten einzutragen. Diese Eintragung war die erste und geschah, als Quirinus Statthalter von Syrien war. Da begab sich jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

So ging auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und dem Geschlecht Davids war, um sich mit Maria, seiner Vermählten, die ein Kind erwartete, eintragen zu lassen. Als sie dort waren, kam für sie die Zeit der Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie; und es befiehl sie große Furcht. Der Engel aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch der Retter geboren in der Stadt Davids; er ist der Christus, der Herr. Und dies soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel eine große himmlische Schar; sie lobte Gott und sprach:

Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und Friede ist auf der Erde bei den Menschen, die er liebt.
Lukas 2, 1-14



ÖFFNET DIE AUGEN!


Menschen in unseren Dörfern und Stadtvierteln, die ihr im Exil seid:

Verschuldete Familien, Alkoholiker und Kranke,
Arbeitslose und Tagelöhner,
aus dem Wirtschaftsleben Ausgeschlossene,
ihr, die ihr keine gerechte und würdige Arbeit habt,
dir ihr unter der Einsamkeit leidet
und unter der Sinnlosigkeit.

Das Wort Gottes
hat sich heute an mich gerichtet
für euch.

Ihr sagt, "Alles ist schwarz.
Die Zukunft ist eine Sackgasse.
Heute die Krise, morgen vielleicht der Krieg.
Der Mensch ist ein Wolf unter Wölfen.
Keine Organisation oder Institution kann uns retten.
Sie schwingen große Reden, aber es wird nichts getan.
Es ist nichts mehr zu erwarten."

Aber ich sage euch: ÖFFNET DIE AUGEN!

Es entstehen kleine Dinge,
die die Strömung beschleunigen:
Gruppen, die sich austauschen und miteinander teilen,
Aktionen in den Stadtvierteln,
Initiativen der solidarischen Wirtschaft.
Menschen in eurer Umgebung mobilisieren sich
und erwachen aus der Lethargie,
neue Bündnisse entstehen.
Die internationale Solidarität stärkt sich.
Tausende Menschen glauben, dass eine andere Welt möglich ist.

Öffnet die Augen und lasst euch darauf ein.
Habt ihr daran gedacht,
dass andere mit euch rechnen und auf euch warten?
Dass es euch möglich ist,
euch zusammenzutun und Glück zu schaffen?

Und Gott begleitet euch und braucht euch auf diesem Weg.

Nach Ezechiel, 36-37



'Gott hat einst gesagt:

"Aus der Dunkelheit soll Licht aufleuchten!"
So hat er jetzt sein Licht in meinem Herzen aufleuchten lassen,
damit die Menschen Gottes Herrlichkeit erkennen.'

Paulus in seinem 2. Brief an die Korinther, 2. Kor 4,6


WIR GLAUBEN AN EINEN GOTT DER GERECHTIGKEIT

Wir glauben,
dass nicht das Kapital
sondern der Mensch
im Mittelpunkt der Wirtschaft stehen muss.

Wir erwarten,
dass alle Menschen
unabhängig von Geschlecht und Herkunft
gerechtes Einkommen für ein menschenwürdiges Leben erhalten.

Wir hoffen,
dass alle Menschen die Möglichkeit erhalten,
am wirtschaftlichen Leben mit ihren Anliegen,
Fähigkeiten und Interessen aktiv teilnehmen zu können.

Wir glauben
an einen Gott der Gerechtigkeit.
Und wir glauben an Jesus,
der sich für die Schwachen,
für die in der Gesellschaft am Rande Stehenden eingesetzt hat.

Wir hoffen,
das der Geist Gottes
uns in unserem Engegent stärkt und unterstützt,
damit wir zu einer gerechten Verteilung
von Arbeit und Gütern beitragen können.


OSCAR ARNULFO ROMERO (1917 - 1980)

"Die Kirche würde ihre Liebe zu Gott
und ihre Treue zum Evangelium verraten,
wenn sie aufhörte,
die Stimme derer zu sein,
die keine Stimme haben."

ICH GLAUBE

Ich glaube an den großen,
unbegreifbaren Gott,
der uns in Jesus Christus -
mit allem was wir sind und lieben -
zur vollkommenen Entfaltung führen will.


BISCHOF MAXIMILIAN AICHERN
AUF DER BUNDESKONFERENZ DER KAB ÖSTERREICHS, MÄRZ 2002

Derzeit stehen wir mitten in der Fastenzeit.
Diese ist eine Einladung zur persönlichen Besinnung
aber auch zur Änderung persönlicher Lebensgewohnheiten.
Eine Einladung,
die Realisierung des Reiches Gottes voranzubringen:
Die Soziale Sorge,
die Änderung von Gesinnung und Strukturen,
das Wort Gottes lebendig halten.
Vom wahren Fasten
berichtet auch der Prophet Jesaja:
Ungerechte Fesseln lösen,
den Hungrigen Brot geben,
Arme, Gefolterte, Nackte,
Schwester und Bruder nicht in Stich lassen,
dann bricht wie die Morgenröte
ein Licht hervor,
dann geschieht Heilung!

GLAUBENSBEKENNTNIS DER KAB-FRANKREICHS (ACO)

ICH GLAUBE

Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater,
einen allmächtigen Gott der Güte und der Geduld,
der uns die Freiheit lässt, Gutes und Böses zu tun -
das genaue Gegenteil eines autoritären, gängelnden Gottes.

Ich glaube an Jesus Christus,
von Gott für alle Menschen gesandt.
Er - Mensch und Gott - erstand von den Toten auf -
entgegen aller menschlichen Logik.
Ich glaube, dass wir wie Er eines Tages
zu neuem Leben auferstehen!

Ich glaube an den Heiligen Geist,
den Geist Jesu, der in unseren Herzen wirkt.
Er ist unser Begleiter auf allen unseren Menschenwegen.

Ich glaube an diese ausgestreckten Hände,
die engstirnigen Egoismus überwinden.

Ich glaube an all diese Blicke des Vertrauens,
die stärker sind als solche, die verurteilen.

Ich glaube an all die Beziehungen,
die sich im Alltag knüpfen.
Sie können Einsamkeit überwinden.

Ich glaube an alle diese Gesten der Solidarität,
die sich der Gleichgültigkeit entgegen stemmen.

Ich glaube an all diese Aktionen,
den engagierten Schulterschluss;
sie sind stärker als die Heimsuchungen des Schicksals.

Ich glaube an die Kirche,
mit ihren Unzulänglichkeiten
und manchmal auch ihren Irrungen.
Eine Kirche, die vereint und Bindeglied
zwischen allen Christ/innen in ihrer Vielfalt ist.
Eine Kirche, die uns auffordert zu handeln.

Als Teil dieser Kirche glaube ich
an die Bedeutung der Partnerschaft
mit anderen Bewegungen der Katholischen Aktion:

Am Leben der anderen Anteil nehmen,
sich durch deren Leben hinterfragen zu lassen,
die Frohe Botschaft Jesu Christi für unser Leben annehmen,
gemeinsam zum Evangelium für unsere Geschwister werden.

Für uns in der Arbeitswelt -
als Glaubende oder als Sinnsuchende -
ist es eine Chance, dieses Leben in (der) Bewegung zu leben -
nicht nur mit Worten sondern auch in Taten.



Herr Jesus Christus,

Du bist das Leben, das ich leben möchte.
Du bist das Licht, das ich anzünden möchte.
Du bist die Freude, die ich teilen möchte.
Du bist der Friede, den ich geben möchte.
Du bist alles für mich,
und ohne dich kann ich nichts tun
.
Nach Mutter The
resa

AUFBRECHEN

Aufbrechen,
sich auf den Weg machen,
alles zurücklassen
und nur den Worten
des Engels folgen:
Ihr werdet ein Kind finden,
in Windeln gewickelt
und in einer Krippe liegend.

Dem Menschlichsten
werdet ihr begegnen,
einem Kind,
in dem der göttliche Funke
Gestalt angenommen hat -
menschliche Gestalt.

Von nun an
gibt es ihn nicht mehr,
den Gott über den Wolken,
den Gott über den Menschen,
den Gott hoch oben -
nein,
von nun an
gibt es nur mehr den Gott mit uns,
den Gott,
der im Menschen dein Brunder,
deine Schwester geworden ist,
damals
wie heute,
auf dass du allen deine Hand reichst
in Freude und Not.

GEDANKEN VON PAUL CLAUDEL

DER HERR BRAUCHT DICH

Jesus Christus hatte nur 33 Jahre
für sein Leben auf dieser Erde.
Das hat ihm nicht gereicht, um allen zu helfen.

Er hat nicht lieben können wie eine Mutter;
dazu braucht er Mütter.

Er hat nicht für eine Familie sorgen können;
dazu braucht er Väter.

Er hat nicht den Kranken unserer Zeit helfen können;
dazu braucht er Ärzte und Krankenschwestern.
Er hat nicht das Brot für alle brechen können;
dazu braucht er Priester.
Der Herr braucht dich, um das,
was er anfing, in dieser Welt weiterzubauen.

Der Herr braucht uns, um Wunder zu wirken:
Wunder der dienenden Liebe und der Güte,
Wunder des Friedens.

Der Herr will durch unsere Herzen und durch unsere Hände die Welt menschlicher machen;

er will durch unsere Vernunft und durch unsere Arbeit das Himmelreich kommen lassen;
denn es geht ihm um diese Welt und um diese Menschen.


FÜRBITT-GEBET
des ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich


Gedenken für die Opfer der Terroranschläge in den USA


Aus der Tiefe der Betroffenheit, Gott, rufen wir dich heute an.
Erschüttert von den unglaublichen Szenen der Gewalt und des Terrors am Dienstag, 11. Sept., in den Vereinigten Staaten.

Wir rufen dich an: Sieh auf das Leid, höre die Klagen.

Wir bitten dich für die Opfer und ihre Angehörigen.
Sei du mit ihnen und schenke ihnen die Kraft, mit ihrer Trauer fertig zu werden und Hoffnung zu finden.

Wir bitten dich für die Menschen,
die gefangen sind in Gewalt und Hass.
Befreie sie aus der Verstrickung in das Böse
und gib ihnen Zukunft.

Wir bitten dich für uns und alle Menschen:
Komm zu uns in die Tiefe und schenke uns deinen Geist,
damit Frieden kommt in diese Welt des Unfriedens ..
.

AUS DEN SCHRIFTEN DES HL. FRANZ VON SALES

VERRICHTE DEINE ARBEIT NIEMALS HASTIG !

- WIR ARBEITEN GENUG,
WENN WIR GUT ARBEITEN.

BEMÜHE DICH,
DEINE ARBEIT DER REIHE NACH ZU ERLEDIGEN,
EINS NACH DEM ANDERN.

WOLLTEST DU SIE ALLE AUF EINMAL
OHNE RECHTE ORDNUNG BEWÄLTIGEN,
DANN ÜBERNIMMST DU DICH,

ERMÜDEST DEINEN GEIST
UND WIRST UNTER DER LAST ERLIEGEN,
OHNE ETWAS ERREICHT ZU HABEN.

MACHE ES WIE DIE KLEINEN:
MIT DER EINEN HAND
HALTEN SIE SICH AM VATER FEST,

MIT DER ANDEREN PFLÜCKEN SIE
ERDBEEREN UND BROMBEEREN AM WEGRAND.

SO SAMMLE UND GEBRAUCHE
AUCH DU DIE IRDISCHEN GÜTER
MIT DER EINEN HAND,

MIT DER ANDEREN
HALT DICH AN DER HAND
DES HIMMLISCHEN VATERS FEST.




GEBET

HERR, LEHRE UNS NEU

FREIZEIT ZU HABEN,

URLAUB ZU MACHEN,

FREI ZU SEIN.


GIB UNS ZEIT UND RUHE,

ZU UNS ZU KOMMEN,

DAMIT WIR AUCH

WIEDER ZU DIR KOMMEN.